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Digitalisierung der Baubranche

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Zukunft der Baubranche – Chancen der Digitalisierung nutzen

Die Digitalisierung am Bau ist vielschichtig. Ein nicht ganz unwesentlicher Aspekt dabei ist das Building Information Modeling, kurz BIM. Wir erklären, was die dreidimensionale Planungstechnologie so besonders macht und warum sich ein Blick durch die AR-Brille lohnt.

Sowohl der zeitliche als auch der finanzielle Mehraufwand sind entscheidende Faktoren, die sich auf die Rentabilität von Bauvorhaben und deren fristgerechte und effiziente Umsetzung auswirken können. Jüngste Großprojekte, wie der Berliner Flughafen oder die Hamburger Elbphilharmonie, machen die Notwendigkeit von optimierten Planungsprozessen besonders deutlich.

Oftmals rücken die deutschen Bauunternehmen in den Fokus der Kritik. Vor allem die Transparenz von Entscheidungsprozessen und die Einhaltung von Bauzeiten und Kosten stehen unter besonderer Beobachtung der Öffentlichkeit. Doch dabei wird oft außer Acht gelassen, dass Bauprojekte heutzutage immer komplexeren Anforderungen und individuellen Bedürfnissen des Auftraggebers unterliegen. Eine detaillierte Dokumentation des Bauvorhabens sowie eine umfassende Informationsbereitstellung für alle Projektbeteiligten werden dabei immer wichtiger.

 

Erst virtuell, dann real bauen

Mit dem Einsatz von BIM (Building Information Modeling) können bereits heute alle baurelevanten Daten auf einer Plattform erfasst und so verknüpft werden, dass ein digitales Modell des Bauprojekts entsteht. Ein digitales Modell, das weit über die bisherigen 2D oder 3D-Modelle eines Architekten- bzw. Ingenieurbüros hinausgeht. Denn die darin enthaltenen Informationen über jedes einzelne Bauteil, dessen Beschaffenheit, Kosten und möglicherweise auch Lieferzeiten sind für die Planungs- und Bau-, insbesondere aber auch für die Betriebsphase eines Gebäudes von großem Wert. Alle Beteiligten können das fertige Bauprojekt schon in der Planungsphase virtuell begehen, auf seine Realisierbarkeit prüfen und gegebenenfalls schnell modifizieren. Durch diese genaue und realistische Planung reduziert sich das Risiko von zusätzlichen Kosten im Bau- und Betriebsprozess enorm.

 

Ein Blick in die Zukunft – Raumerlebnis statt Pläne lesen

Dank BIM kann der Bauherr nun z.B. sein Tablet ganz einfach mit auf die Baustelle nehmen und das virtuelle Modell aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten, um sich so vor Augen zu führen, wie das fertige Bauprojekt einmal aussehen wird. Augmented Reality – eine der vielversprechendsten Technologien der Zukunft – soll darauf aufbauen und den nahtlosen Übergang zwischen der realen Welt auf der Baustelle und der virtuellen Welt des BIM-Modells ermöglichen. Hierfür wird ein unmittelbares Bild der Realität mit computergenerierten virtuellen Inhalten überlagert. Dabei werden nicht nur die Daten aus dem BIM-Modell herangezogen; vielmehr können auch Sound, Videos, Grafiken oder GPS-Daten eingebunden werden, was zu einer Erweiterung unserer Realitätswahrnehmung führt. Augmented Reality erschließt Bauleitern und Bauarbeitern ganz neue Wege auf dem Gebiet der Interaktion und eröffnet ihnen die Möglichkeit, in Echtzeit auf virtuelle Daten zuzugreifen. So können beispielsweise die Konstrukteure nach Beginn der Bauarbeiten mit AR-Brillen durch das virtuelle Modell des unfertigen Gebäudes spazieren, die komplexen Konstruktionselemente in Originalgröße begutachten, Versorgungsanschlüsse lokalisieren und offene Fragen klären. Was noch nach Zukunftsmusik klingt, könnte schon bald Alltag auf deutschen Baustellen sein – denn die technologischen Voraussetzungen sind bereits vorhanden. Einzig die Akzeptanz und der Mut deutscher Bauunternehmen scheinen noch nicht vollständig ausgeprägt.

 

Investition in Innovation

Sind Baustellen und Maschinen erst einmal mit Sensoren und smarten Technologien ausgestattet, werden umfassende Daten generiert, die nicht nur für alle Beteiligten zugänglich sind, sondern die dabei helfen, die Effizienz in allen Geschäftsprozessen zu verbessern. Dabei geht es nicht nur um Kosteneinsparungen; digitale Planungsinstrumente wie BIM entwickeln sich zunehmend zum Standard. Unternehmen, die nicht kurzfristig in moderne, smarte Baumaschinen und IT-Systeme investieren, werden mittelfristig aus dem Markt gedrängt, da sie nicht sichtbar sind und der Abstimmungsprozess mit ihnen zeit- und kostenaufwendig ist. Auch das Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur treibt die Digitalisierung der Baubranche voran: Ab 2020 soll die Nutzung von BIM bei öffentlichen Infrastrukturprojekten in Deutschland verbindlich sein. Gleichzeitig dient dies aber auch als Appell an die Bauindustrie: Potenziale müssen erkannt und die Chancen der Digitalisierung genutzt werden, ansonsten drohen eine Vielzahl an Unternehmen von ihren digitalen Mitbewerbern abgehängt zu werden.

  • 19.01.2018
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